Montag, 14. April 2008

Vor der Reise

Kaum zu fassen, noch knappe drei Wochen bis zum Aufbruch auf eine lange, ungewisse Reise.
Noch tausend Dinge zu erledigen, noch so viele Fragen... wie soll ich realisieren können, dass ich bald für fast fünf Monate alles hinter mir lasse??? Losziehen mit einer jungen Frau, die ich im Grunde kaum kenne..
Spannend ist es, ganz klar! Freue ich mich? In bestimmten Momenten, besonders beim Planen, doch dazu mischt sich immer auch der Schmerz des Zurücklassen müssen.
Vor dem Abschied graut mir...

Vorbereitungen habe ich schon einige getroffen, dazu gehörte zum Beispiel

  • im „Velohuus“ in Langenbruck lerne ich bei Irene Meyer das Reparieren meines
    Fahrrades. Vielen herzlichen Dank Irene!!!
  • ein Selbstverteidigungskurs und der Umgang mit Pfefferspray
  • das Durchackern verschiedenster Reisebücher und das Planen der Route
  • das Zusammenstellen des Materials
  • das Einkaufen der letzten nötigen Utensilien (das meiste kaufte ich bereits für
    die letzte Tour)
  • die Anmeldung bei Servas (eine Organisation die sich für den Weltfrieden
    einsetzt.
    Sie will Leute zusammenbringen, indem Reisende bei anderen Servasmitgliedern auf
    der ganzen Welt eine Unterkunft finden, um so einen Einblick in die Kultur und das
    Leben der Leute des entsprechenden Landes zu bekommen.
    Sinn ist, dass man zwei Nächte bleibt und sich ebenfalls engagiert was den Einkauf,
    das Kochen oder sonstige Arbeiten betrifft. Spannende Sache, gerne würde ich mich
    selbst mal als Gastgeberin anmelden)
  • Geschenke für Gastgeber besorgen und Visitenkarten erstellen
  • Blog erstellen
  • die Besorgung der Einladung war wohl der mühsamste Teil, noch habe ich sie nicht
    in den Händen doch bezahlt ist sie.
  • die Besorgung des Visums auf der Russischen Botschaft wird wohl die letzte
    grössere Hürde sein, bin gespannt wie das abgehen wird.
  • das Lasern der Augen in Istanbul, damit das Kontaktlinsenproblem auf der Reise
    wegfällt
  • und, und, und…

Die Route ist mal wie folgt geplant:
Wir fahren am 2. Mai von zu Hause los und treffen uns in Luzern, da Erika von Grenchen her kommt.
Wir übernachten in Buochs im Wohnwagen meiner Eltern. Danach geht’s weiter ins Engadin und von dort aus immer dem Inn entlang bis nach Passau (ich freue mich schon sehr aufs Tirol).
Weiter radeln wir nach Tschechien, wo wir eine Freundin von Erika besuchen werden.
Danach stechen wir direkt nach Polen, nehmen in Litauen höchstwahrscheinlich den Zug und durchradeln Lettland und Estland.
Von Tallinn aus nehmen wir erneut den Zug nach Moskau, da uns so die Grenzwachen im Zug nicht aufhalten können. Fährt man allerdings mit dem Fahrrad über die Grenze kann es Stunden oder bis zu einem Tag dauern…
In Moskau haben wir eine geführte Tour geplant, der Goldene Ring um Moskau. Besonders freue ich mich darauf, weil meine Mutter und zwei gute Freunde daran teilnehmen werden.
Den Organisator dieser Reise traf ich bereits in Moskau. Er zeigte mir auf Karten den Weg Moskau – St. Petersburg, den wir danach noch alleine anhängen möchten.

Spätestens Ende Juli fahren wir mit dem Zug nach Sibirien.
Unterwegs steigen wir mal aus, fahren ca. 300km einem Fluss entlang und denselben Weg wieder mit dem Schiff zurück. Eine schöne Abwechslung.

In Irkutsk erwartet mich Zoya, meine Gastmutter, auf die ich mich sehr freue.
Den Baikalsee zu erkunden wird ein ganz besonderes Erlebnis, da die Natur einfach einmalig ist…

Zum Abschluss fahren wir runter in die Mongolei.
Von dort aus werde ich auch zurückfliegen. Erika ist sich noch nicht sicher, ob sie das Flugzeug nach Hause, oder doch ein anderes in den Süden nehmen wird. Kommt auf das Konto und die Lust an…

So, nun muss ich wieder an die Arbeit, es gibt noch soooo viel zu tun...

2 Kommentare:

Seraina hat gesagt…

Falls dir unterwegs die Kohle ausgehen sollte, hier ein Tipp:

Rhabarber-Barbara-Bar-Barbaren-Bart-Barbier
In einem kleinen Dorf wohnte einst ein Mädchen mit dem Namen Barbara.
Barbara war in der ganzen Gegend für Ihren ausgezeichneten Rhabarberkuchen bekannt.
Weil jeder so gerne Barbaras Rhabarberkuchen aß, nannte man sie Rhabarberbarbara.
Rhabarberbarbara merkte bald, dass sie mit ihrem Rhabarberkuchen Geld verdienen könnte.
Daher eröffnete sie eine Bar:
Die Rhabarberbarbarabar.
Natürlich gab es in der Rhabarberbarbarabar bald Stammkunden.
Die bekanntesten unter Ihnen, drei Barbaren, kamen so oft in die Rhabarberbarbarabar, um von Rhabarberbarbaras Rhabarberkuchen zu essen, dass man sie kurz die Rhabarberbarbarabarbarbaren nannte.
Die Rhabarberbarbarabarbaren hatten wunderschöne, dichte Bärte.
Wenn die Rhabarberbarbarabarbarbaren ihren Rhabarberbarbarabarbarbarenbart pflegten, gingen sie zum Barbier.
Der einzige Barbier, der einen Rhabarberbarbarabarbarbarenbart bearbeiten konnte, wollte das natürlich betonen und nannte sich Rhabarberbarbarabarbarbarenbartbarbier.
Nach dem Stutzen des Rhabarberbarbarabarbarbarenbarts geht der Rhabarberbarbarabarbarbarenbartbarbier meist mit den Rhabarberbarbarabarbarbaren in die Rhabarberbarbarabar, um mit den Rhabarberbarbarabarbarbaren von Rhabarberbarbaras herrlichem Rhabarberkuchen zu essen.

Gruessli, Seraina + Erika ;-)

Seraina hat gesagt…

Deine Routenplanung ist sehr umfangreich, jedoch scheint mir da ein kleines Missverständnis zwischen Erika und dir aufgefallen zu sein.... Erika macht noch eine Zwischenlandung in Toms Beerbox in Chur. Du? Falls das Bier zu gut schmeckt und ihr die Weiterfahrt nicht mehr schafft, dürft ihr gerne gegenüber Asyl suchen. Auch wenn ihr keine Asylanten seid...

Gruss Seraina