



Die letzte Etappe vor Brno nahmen wir in zwei Tagen.
Am einen hielt sich der Regen gnädig zurück, doch am Dienstag schien Waschtag zu sein, es schüttete was runterging. Das Thermometer sank auf 10 Grad.
Um die Mittagszeit befanden wir uns rund 10 km vor Brno, doch die Route führte einer Hauptstrasse entlang, die der Autobahn Liestal-Basel in nichts nachsteht. Lastwagen die einen das braune Wasser ins Gesicht fegen – keine sehr verlockende Vorstellung...
Erika hate die rettende Idee – wir nahmen den Zug.
Nass bis auf die Haut schlotterte ich bis die Muskeln schmerzten. In Brno suchten wir, nachdem wir uns gestärkt und ich die Wäsche gewechselt hatte, das Studentenheim, in dem Andrea (Erikas Freundin) wohnt und auch wir untergebracht werden sollten.
Alles klappte prima und am Abend gab es eine feine Bolognese alla Ändle, hmmm. Nochmals vielen Dank!!! Es waren ausserdem noch ein Russe, ein Georgier und eine Ukrainerin da, so konnte ich wieder einmal mein Russisch brauchen.
Der Georgier, David, zeichnet Bilder, wie ich sie selten gesehen habe. Die Stimmungen sind fantastisch!!!
Am nächsten Tag war mein grösstes Ziel vorzusorgen, dass ich nie mehr so frieren werde – eine neue Regenhose und ein Spray zum Imprägnieren mussten her. Ich wurde fündig, der Spray wurde auf Jacke und Regenhose auch gleich geleert und so freue ich mich auf den nächsten grossen Regen, um ihm die Stirn zu bieten (naja, muss ja nicht sofort sein : ).
Diese drei Tage taten sehr gut, mal nicht täglich duschen, nicht ständig packen (dafür herrscht im Zimmer das totale Chaos, ich verschone euch mit Fotos).
Ebenfalls genoss ich es wieder mal zu Fuss zu gehen, doch man glaubt es kaum, ich habe bereits Muskelkater von einem Tag in der Stadt!!! Zu meiner Verteidigung ist zu sagen, dass wir mindestens 15 Minuten bergauf und wieder runter mussten : ) puhh...
Nun ruft Polen, und da ich selbst über dieses Land so gut wie nichts weiss (dieser Part hat Erika übernommen) bedeutet dieser Abschnitt für mich etwas Unbekanntes, was bei mir nicht unbedingt ein gutes, ein wenig mulmiges Gefühl hervorruft.
EINSCHUB: Während ich für euch Fotos rauflud und Blog schrieb, setzte sich eine Zigeunerin mit Kind neben mich. Interessiert schienen sie meine Fotos zu betrachten. Als sie gegangen waren wurde mir von einem anderen Gast ein Handy überreicht. Etwas erstaunt führte ich es ans Ohr, als eine Frau mich auf englisch bat, ich solle doch meine Taschen kontrollieren, sie befürchte es könnte etwas fehlen. Tatsächlich, das gemeinsame Portemonnaie war weg. Naja, Glück im Unglück, weder Karten (Erika hatte heute Nachmittag ihre Kreditkarten rausgenommen) noch viel Bargeld waren drin. Doch es wird mir eine Lehre sein. Genommen haben musste es das Kind...
Nun wieder zurück..
Nun sind es noch fünf Wochen bis Russland. Wie ich mich darauf freue meine Mutter, Edith und Hanspi zu sehen!!! Seid ihr schon etwas aufgeregt? Habt ihr das Visa schon?
Morgen gehts weiter in Richtung RUSSLAND!!!

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