


Sind es nun zwei oder drei Tage, seit wir bei Heidemühle erwartungsvoll über die tschechische Grenze rollten... ist heute Donnerstag, Freitag... oder doch erst Mittwoch... Egal, solche Fragen haben höchstens eine gewisse Bedeutung, wenn es ums Einkaufen geht - dann ist es wichtig ob Freitag oder Samstag ist, denn die Läden schliessen Samstags schon um 12 Uhr. Das mussten wir auch heute wieder mal merken... (Nun gibts halt Currygeschnetzeltes ohne das Geschnetzelte : (
Zwei Wochen sind wir nun schon unterwegs, doch durch die vielen Eindrücke und Begegnungen kommt es mir vor, als sei es schon eine Ewigkeit her, seit wir losfuhren.
Und im Tirol, in Bayern, (natürlich auch schon in der Schweiz) dachte ich immer wieder, diese Landschaft kann in ihrer Schönheit nun wirklich nicht mehr übertroffen werden, doch Tag für Tag werden wir aufs Neue in Staunen und Begeisterung versetzt.
Mein Handy verbindet mich mit dem Leben zu Hause, was ich sehr geniesse und auch brauche, denn obwohl man so viel erlebt, packt mich doch immer wieder die "Langezeit".. Erika ist da anders, sie hat ihres nach Hause geschickt und verzichtet auch konsequent auf das Benutzen meines Telefons, obwohl ich es ihr mehrfach angeboten habe.
Aber nun endlich zu Tschechien - meine lieben Herren vom Braunauer Zeltplatz, wo bitte seid ihr durchgefahren, wo war es so schlimm wie ihr geschildert habt???
Welche Überraschung, lauter beschilderte Fahrradwege, Strassen wie Babyhaut über die man geradezu fliegt...
Auch wenn man nicht auf markierten Velorouten fährt sind die Nebenstrassen eine sehr gute Alternative. Wenig Verkehr und schnelles Vorwärtskommen auf den guten Strassen. Die relativ kurze Begegnung mit einer Hauptstrasse war allerdings die Härte. Kommt dir ein Lastwagen entgegen, jagt dich dessen Fahrtwind fast von den Rädern, doch zum Glück können wir solchen Routen meist aus dem Weg gehen.
Zwei Städtchen haben wir bisher besichtigt, Česky Krumlov (Krumnau) und Trebon. Eines schöner als das andere... Durch den Krieg und die darauf folgende Armut wurde das Bauen modernerer Gebäude verhindert, was sich die Leute nun zu Nutzen gemacht haben. Das schöne und gemütliche Stadtbild zieht viele Touristen an.
Allgemein hat es viele Fahrradtouristen, Deutsche und Tschechen. Gewöhnlich werden die Velos aber auf die Autos oder in die Camper geladen und Tagesausflüge gemacht.
Heute genoss ich den velofreien Tag in Trebon, plegerte rum, schrieb Karten und liess mich in einem gemütlichen Strassenkaffee von der Sonne bescheinen.. was will man mehr? (Nun gut, etwas wüsste ich schon ... : )

1 Kommentar:
Liebe Barbara!
Na du? Geht's? Hast mir ziemlich gefehlt an Mariannes Geburtstag! Mami hat sich wieder mal selber übertroffen mit Kochen! Es gab Apéro und dann 8 Gänge, Einer besser als der Andere! Soll ich dich neidisch machen und aufzählen? Suppe aus Karotten und getrockneten Tomaten, Lachsmussroulade, Salat, Spargelravioli, Kalbsfilet an einer Morchelsauce mit Kartoffelstock und Frische Erbsen und Karotten, sowie Kohlraben, dann einen Käseteller, Erdbeerglace mit Erdbersauce und Rhabarbermousse gefroren und zum Schluss noch Zugerkirschtorte. Natürlich alles selber gemacht, es war echt der Hammer!!! 2.5 Tage hat sie nur für das Kochen aufgewendet - Aufräumen exklusiv;-). Als alle gegangen waren, musste Papi natürlich ins Bahnhöfli Pastetli essen;-)! Es war echt schön! Ach ja, am Samstag war ich in Buus Mexikanisch essen. Es war Fest dort, so gab es ein grossen Buffet und drei Mexikaner, die Musik machten. Ich habe an dich gedacht, dass müssen wir unbedingt mal zusammen machen. Jetzt sollte ich mich dann mal um das Skype kümmern, kam diese Woche unmöglich dazu, es war total viel los. Wenn du jetzt schon das Gefühl hast, du seist so lange unterwegs, das ist doch auch so, in einer Woche sind doch die 5 Monate vorbei und du kommst heim;-)! Wie konntet ihr euch so in der Zeit irren;-)
Also, dann passt auf euch auf!
Schmützli und i drück di! Sabine
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