Sonntag, 4. Mai 2008

Mein Traum beginnt...

Gerade war ich noch zu Hause, war voll drin in meinem Leben.
Gemütlich, schön, einfach, mit Mikrowelle und Waschmaschine, Auto vor dem Haus und, und, und...
Der Abschied war schwer und ich begriff mich selber nicht, weshalb ich mir das antue und trotzdem...
Natürlich ist das Planen und Träumen im Vorfeld einfach, doch plötzlich geht’s zu schnell, Zweifel, Ängste... das Loslassen ist schwer doch das Nomadenleben ruft.
Viele träumen ein Leben lang, so eine Schulkollegin die schon seit der Primarschule davon spricht nach Australien zu fliegen. Sie besitzt Bücher, Bilder... und sie träumt noch immer. Nun gut, ich bin nun einmal gestartet meinen Traum zu verwirklichen... ob ich danach glücklicher bin? Wir werden sehen...

Los fuhr ich am 2. Mai 2008. In Begleitung meiner Mutter machten wir noch einen Abstecher zu guten Freunden, von denen ich mich unbedingt noch verabschieden wollte, danach kam bereits der erste Pass (der untere Hauenstein J). Bereits in Trimbach gab’s den ersten Halt. Ich musste für vorne grössere Taschen kaufen, es war einfach alles zu eng.

Nun mussten wir kräftig strampeln, denn wir sollten um 16.00 in Luzern sein, wo ich meine Reisepartnerin (Erika) treffen wollte. Danach ging’s ans erste Etappenziel nach Buochs auf den Campingplatz. Meine Eltern und zwei Freunde haben dort einen Wohnwagen und so traf sich nochmals die ganze Familie zu einem Abschiedsessen.
Sabine und Edith, vielen Dank fürs Kochen!!!

Am nächsten Morgen fuhren Erika und ich alleine weiter. Allerdings legten wir den ersten Teil bis Flüehlen mit dem Schiff zurück. Ein sanfter Einstieg doch umso happiger ging’s weiter. Die Strecke bis Flüehlen brachte uns mit dem vielen Gepäck recht ins Schwitzen...
Da der Oberalppass noch geschlossen ist (puuuuh), mussten wir den Zug nehmen...
Nach 20.00 trafen wir auf einem Zeltplatz in Trun ein und kochten bereits im Halbdunkeln ein Festessen (Safranrissotto und Cervelats).
Am nächsten Tag sollte es ja locker runter nach Chur gehen, doch wir sollten eines Besseren belehrt werden...

Tja, die Hauptstrasse nach Chur ginge tatsächlich immer schön runter, doch wir folgten dem Veloweg 2, der oft über unbefestigte Strassen führte und uns nicht wenige Höhenmeter und einige echt knackige Steigungen bescherte.
Eine war echt zuviel... die Steigung war so steil, dass ich es nicht bis oben schaffte und mein Versuch, das Fahrrad hochzuschieben, misslang kläglichL... Verloren hing ich am Hang, bis Erika mir zu Hilfe kam (leider sind alle Muskeln in meinen „Wädli“, so dass nichts mehr für meine Arme übrig bleibt...).
Trotzdem, die Strecke lohnte sich, traumhaft, sehr empfehlenswert...
Später als geplant kamen wir in Chur an, wo wir nach einem Panini caldo von Erikas Freundin Sereina mit einem besonders leckeren Eiskaffee verwöhnt wurden.
Vielen Dank für die geduldige Beherbergung (die Müdigkeit liess mich erstummen und Erika zu einer kichernden Schwatzbase werden J).Nun gehen wir noch auf ein Bier in die Stadt und geniessen den Abend, morgen steht uns wiederum eine harte Etappe bevor.

1 Kommentar:

Aeschbi hat gesagt…

Du machsch das scho guet: Me muess sini Träum läbe!!!

Ich drück dir d'Düme und säg "Toi toi toi!"...

PS uf d'Cervelats bini schön nidisch :-)