Montag, 23. Juni 2008

Von Muhuanerinnen und verschollenen Holländern





Verträumte, menschenleere Küsten, Steinstrände mit violetten, gelben und weissen Blumen überwachsen, einsame Fischerböötchen, grünes Schilf im azurblauen Wasser...
Alte, knorrige Windmühlen, mächtige Leuchttürme und liebliche Holzhäuschen mit gepflegten Blumen- und Gemüsegärten. Das ist Estland.
Da wir nun doch plötzlich etwas viel Zeit hatten bis Tallinn, machten wir einen längeren Abstecher auf die Inseln Muhu und Saaremaa.
Mit der Fähre gings zuerst auf die Insel Muhu, wo wir gleich ein Inselfest miterlebten. Da wurden Sketche gezeigt und viele Lieder der Insel gesungen.
Erika liess sich von einer jungen Muhuanerin erzählen, dass sich die Inselbewohner jedes Jahr treffen würden, um alte Insellieder zu singen und Traditionen zu leben. Es war ihr unheimlich wichtig zu betonen, dass die Insel trotz der Dammverbindung zur Nachbarinsel eine eigene, richtige Insel sei...
Die orangen Mützchen und Trachten gehören ebenfalls explizit zu dieser Insel... die Holländer würds freuen.
Apropo Holländer, wir haben schon lange keine mehr gesehen... Wisst ihr vielleicht wo die alle geblieben sind???

Vom 21. - 24. Juni wird in Estland das Mittwommernachtsfest (Johannisfest) ganz gross gefeiert. Überall finden Festivals und Tanzanlässe statt.
An einem davon waren wir gestern. Es wurde getanzt, gegessen, viel getrunken und es gab ein riesiges Feuer. Ähnlich wie bei uns der Fasnachtssonntag, nur wärmer und mit einer etwas anderen Kullisse.
Ein Schaschlik (extrem feines Spiessli) habe ich mir trotz Nachtessen im Bauch gegönnt : )

Nun wird es zwei Tage regnen, doch morgen müssen wir uns trotzdem wieder auf den Weg machen. Tallinn ruft!!!

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