Donnerstag, 28. August 2008

Überlistet…

Самая хитрая…

Про дороге на Аршан не надо много писать, смотрите самые…
















После 110 км и больше чем 1000 метров вперёд, я была конечно устала и медленно ехала последние 5 километров. На конец увидела деревню.
На тротуаре стали люди, которые сдавали на прокат квартиры.
Третья молодая женщина согласилась взять меня на одну ночью.
Деньги хотела сразу. Комната была в порядки, но холодная и затем я спросила у неё, что бы она растопила печь.
После первой попыткой, комната была вся дыму, пришлось всё открыть и затем ещё холоднее стало.
Ещё два раза я ей просила, но она не серьезно попробовала и печь не загорелась. На четвертой раз я уже нервничала и слазала ей: «Вы не уходите пока печь не загореть!» «Час!», сказала и пошла, я думала за спичками, но она тайно закрыла ей квартиру и ушла совсем.
Когда я это заметила, я даже поверит не могла, такая злость…
Я уже придумала где я завтра утро буду прятать чайник и плитку – но всё же предстояла мне холодная и бессонная ночь.
Возможно я бы могла открыть дверь квартиры девушек своим ключом? – Конечно не получилось. Но часто люди прядают ключ где-нибудь… Смотрела под цветком, схватила за полку и – нашла его.
Я открыла и легла спать в тёплой комнате и в удобной кровати.
У меня сильно билось сердце от радости. Я самая хитрая ; )
Я прекрасно спала и утром я дверь специально не закрыла, что бы она заметила, где я ночью провисла…


Überlistet…

Über den Weg nach Arschan brauche ich nicht viel zu sagen, schaut selbst…

Nach 110 km und über 1000 Höhenmeter schlich ich die letzten 5 km bis endlich das Dorf auftauchte.
Am Strassenrand standen Frauen mit Tafeln und boten Quartiere an. Die dritte war bereit mich zu beherbergen. Ziemlich schnell wollte sie das Geld sehen. Das Zimmer war soweit in Ordnung, jedoch sehr kalt und so bat ich sie den Ofen anzuheizen.
Nach dem ersten Versuch stand das Zimmer unter Rauch, so dass ich alles aufreissen musste und es noch kälter wurde. Noch zweimal musste ich sie bitten, doch sie brachte es nicht zustande – probierte es auch gar nicht wirklich.
Beim 4. Mal war ich bereits sehr genervt und meinte: „Sie gehen nicht eher aus diesem Raum, als dass das Feuer nicht brenne!“ „Gleich!“, meinte sie und ging raus. Ich dachte, um Zündhölzer zu holen, doch sie kam nicht zurück. Heimlich schloss sie nebenan ihr eigenes Quartier ab und verschwand. Als ich es merkte konnte ich es kaum glauben – solche Boshaftigkeit…
Wütend überlegte ich, wo ich am nächsten Morgen den Wasserkocher und die Herdplatte verstecken würde. Dennoch stand mir eine kalte und schlaflose Nacht bevor…
Vielleicht konnte ich ja mit meinem Schlüssel ihre Wohnung nebenan öffnen – ging natürlich nicht. Doch oft verstecken die Leute den Schlüssel irgendwo…
Blick unter die Blumentöpfe, Griff aufs Regal – Bingo!
Ich schloss auf und legte mich in einem warmen Zimmer in ein bequemes Bett. Mein Herz hüpfte vor Freude – überlistet ; )
Ich schlief wunderbar…
Damit sie es auch merken würde, ging ich morgens ohne wieder abzuschliessen aus dem Haus.

Montag, 25. August 2008

Die andere Seite von Russland

Heilige Burijatische Staette
Sonnenuntergang am Baikal
Schaschlik (links Ajur)
Am Lagerfeuer (rechts Anja, Mitte Schwester Ajuna)



Haeufige Situation, selbst auf Hauptstrassen


Russische Tamdemfahrer, Vladimir und Sergei (blind)

Etwas laenger als eine Woche ist es her, seit die Moskauer abgereist sind und obwohl sie mir fehlen wurde es mir nicht langweilig.
Da meine Zugbekanntschaften, Anja und Ajur bereits am 16. August zurueck nach Petersburg mussten, blieb keine Zeit um auszuruhen.
Mit der Elektritschka (Zug) war ich in 7 Std. in Ulan-Ude, der Hauptstadt Buriatiens und wurde gleich abgeholt, um an einem kleinen huebschen See mit der Familie Schaschlick (Spiess aus Schweinefleisch) zu essen. Es war schoen die beiden wieder zu sehen. Gemuetlich wars mit der Familie, um das Wodkatrinken kam ich nicht herum ; ) Nachdem wir auf dem Nachhauseweg bei Anjas Grosstante noch vorbeischauten, kamen noch zwei Glaeser suesser Wein dazu (der leider ebenfalls gestuerzt werden musste) und trotz Protest zwei Glaeser Eigenbrandt (Feuer). Diese feuchtfroehliche Atmosphaere sollte sich die naechten zwei Tage noch weiterziehen, denn alle wollten der Schweizerin das Wodkatrinken beibringen. Ajur und Anja konnten sich hingegen meist elegant rausstehlen... Am naechsten Tag fuhren wir zum Baikal, wobei zweimal angehalten wurde. Einmal um bei einer heiligen burjatischen Staette den dortigen Geist um eine unfallfreie Fahrt zu beten und einmal in der Naehe des Baikals, um seinen Geist gnaedig und freundlich zu stimmen.
Eine Goldmuenze oder eine ungebrauchte Zigarette wird gespendet.

(Falls es euch interessiert wer die Burjaten sind, ganz kurz:
Die Burjaten haben stark asiatisch gepraegte Gesichter. Sie verbindet eine nahe Verwandtschaft mit den Mongolen, was sich auch in der sprachlichen Naehe nachvollziehen laesst. Lange lebten sie in filzgedeckten Jurten nomadisch, in erster Linie von Viehzucht. Noch heute betreiben sie haeufig Viehzucht, neben Pferden und Kuehen werden in erster Linie Schafe gehalten. Auf dem Irkutsker Markt faellt auf, dass Milchprodukte fast nur von burjatischen Verkaeuferinnen angeboten werden. Der Urglaube ist der Schamanismus, der heute nur noch sehr begrenzt praktiziert wird. Interessant ist, dass auch die orthodoxen Russen an den heiligen Staetten kurz anhalten oder zumindest beim Vorbeifahren eine Muenze oder Zigarette aus dem Fenster werfen.)

Nach einer schoenen Nacht am Lagerfeuer, wieder mit Schaschlik und Wodka, feierten wir am naechsten Abend bereits mit der Familie Abschied. Ich ass mich durch alle burjatischen Spezialitaeten und musste auf 1000 Sachen trinken. Ungewollt sass ich danach wirklich betrunken im Kino.

Eine herzliche Verabschiedung und bereits wieder auf dem Fahrrad in Richtung Selenga-Delta, allerdings nicht auf der Hauptroute, da ich mir weniger Verkehr erhoffte. Fehlentscheidung. Ein Berg von 1400 Hoehenmeter und viel Verkehr. Ein Bauarbeiter, der bereits vor einer Viertelstunde vorbeigefahren war kam mir ploetzlich wieder entgegen und wendete. Er sei bereits bis ganz oben gefahren, da habe ich ihm so leid getan, bestimmt sei ich erschoepft. Natuerlich konnte ich nicht ablehnen, obwohl ich gerne selbst gefahren waere. Eigentlich hatte ich vorgehabt im Wald zu zelten, jetzt war ich bereits wieder in der Zivilisation. So fuhr ich noch lange entlang der Selenga in den Abend hinein und beschloss, im letzten Dorf um Obdach zu beten. Zweite Fehlentscheidung an diesem Tag...

Selenga


Schon beim Dorfanfang fielen mir die extrem aermlichen Haeuser auf. Ein Auto mit zwei unangenehmen Gestalten hielt, ueberall wurde ich ekelhaft unverschaemt angestarrt und angelallt. Ich hielt Ausschau nach einer Frau, doch ueberall sassen nur versoffene Maenner, Junge und Alte. Sobald ich langsamer fuhr, kamen sie mir entgegen - schnell weiter...
Die letzten Haeuser, eine Frau mit einem Kind stand am Gartenzaun. Etwas verunsichert bremste ich, worauf sie mich sofort energisch ins Haus bat - ihrem Redeschwall folgte eine Alkoholfahne.
Nun folgte ein Abend, den ich gut und gerne streichen wuerde. "Meine Kleine!", entzueckte sie sich immer wieder und kuesste mein Gesicht. Ein kleiner Junge starrte mich unentwegt mit offenem Mund an, schmutzig, kaputt... Das etwa 12jaehrige Maedchen jedoch machte mir Mut. Sie war soweit sauber und hatte grosse, kluge Augen, bewegte sich normal, sprach normal... Sie tat mir so gut..
Essen lehnte ich ab, ich haette bereits gegessen, log ich. Ueberall sassen die Fliegen und neues Essen bereitete sie in der schmutzigen, mit Resten verklebten Pfanne zu.
Einige Lebensmittel, die ich von der burjatischen Familie geschenkt bekommen hatte, nahm man gerne an. Ploetzlich wurde die Tuer aufgerissen und ein riesiger Mann baeumte sich vor mir auf. Wilde, stahlblaue Augen starrten mich aus einem von Alkohol und Wetter gezeichneten Gesicht wuetend an. "Wer ist das?! Was macht die da?!" Die Frau beruhigte abwechselnd ihn und mich, beides gelang ihr anfangs nicht wirklich.. Unentwegt sagte sie: "Hier passiert dir nichts, meine Kleine, niemand tut dir etwas!" Ich war mir nicht so sicher und kam mir vor wie in einem schlechten Maerchen... Die Situation beruhigte sich und ich legte mich bald aufs Bett. Es stank nach Urin - abartig. Ganz verkrampft, dass bloss keine Haut das Bett beruehrte, versuchte ich zu schlafen. In der Kueche wurde mit weiteren traurigen Gestalten angestossen.
Mehrmals wachte ich in dieser Nacht auf . Einmal deckte sie mich mit dieser wiederwaertigen Decke bis zum Kinn zu, einmal kuesste sie mich erneut ab, jedes Mal wenn die Tuer aufging erwartete ich etwas unangenehmes und mitten in der Nacht tobte draussen der Hund, man hoerte Maennerstimmen. Bestimmt wurde gerade mein Fahrrad mitgenommen - es war noch da am Morgen.
Ebenfalls ohne Fruehstueck fuhr ich los, bloss weg, weg...
Wenn man nur den Kindern helfen koennte. Wie kann man solche Augen vergessen...

Von nun an waren die Begegnungen wieder erfreulich. Eine Gruppe Bauarbeiter lud mich auf die Baustelle zu Blinee und Tee ein, welche dort eine aeltere Dame zubereitete. Sie kocht dort den ganzen Tag und waescht Geschirr, mitten unter Borrergedroehne und Staub, doch die Stimmung war grossartig.

Auf der Baustelle

In Irkutsk wartete Zoja auf mich, damit wir gemeinsam mit den Enkelkindern an den Baikal fahren konnten und da der Zug erst zwei Tage spaeter fuhr, beschloss ich per Anhalter nach Irkutsk zu kommen. Leider fuhren nur wenige Linienbusse und so versuchte ich mein Glueck bei einem Lastwagen.
Zusammen mit einem freundlichen Russen und 700l Milch fuhr ich also nach Hause.
Freundlicher Chauffeur

Russischer Laster (Karmas)


Morgen gehts mit dem Schiff zum Baikal. Ich freue mich!!!

Montag, 11. August 2008

Sibirische Taiga und Steppe

In meiner Kindheit fuerchtete ich so viel. Jede Nacht wartete ein Wolf unter meinem Bett bis ich einschlief, regelmaessig quaelten mich Alptraeume und wenn ich in der Daemmerung nach Hause ging, wartete hinter jedem Busch ein boeser Mann.

Das Leben in der Schweiz hat mich gelehrt, dass all meine Aengste unbegruendet sind und so fuerchte ich heute nur noch wenig. Mit dieser Sicherheit und Naivitaet fuhr ich also auch alleine in die grosse weite Taiga Sibiriens mit der Ueberzeugung, Abends ein Dorf am Baikal zu erreichen. Drei Tage sollte ich nicht mehr rauskommen...

Nach der ersten Nacht in einem romantischen Dorf, wo am Flussufer Gold geschuerft wurde, Kuehe selbstaendig nach Hause spazierten und Ziegen auf den Haeuserruinen herumkletterten, bog ich von der Hauptstrasse ab in den Wald hinein. Die letzten Dorfbewohner die ich traf schuettelten ueber mein Vorhaben nur den Kopf und fragten, "wie koennen sie nur alleine..."?! Danke, sehr aufstellend... Doch ich war guten Mutes.
Pferdeherde mitten auf der Strasse
Letztes Dorf fuer lange

Als die erste Pfuetze den Weg versperrte und die Raeder halb im Wasser standen ahnte ich noch nicht, wie harmlos diese war und wie viele noch folgen sollten. Die Landschaft war atemberaubend, wild und wunderschoen. Da lichtete sich der Wald und machte einer mit Blumen uebersaehten Wiese Platz, dort fuehrte eine Bruecke ueber einen Bach mit glasklarem, eiskaltem Wasser.

Wunderschoene Taiga


Dennnoch wurde der Weg beschwerlicher, die Pfuetzen tiefer und schlammiger, so dass sich die Schutzbleche mit klebrigem Lehm fuellten und die Raeder sich nur noch muehsam drehten. Oft blieb ich stecken und landete im Wasser, stiess, zog und zerrte das Fahrrad raus, um bald schon wieder der naechsten gegenueber zu stehen. Das zerrte an den Kraeften und doch wollte ich mir keine Pause goennen, wollte ich doch das Dorf heute noch erreichen. Unterwegs verlor ich auch noch meine grosse Petflasche und so kam der Durst und die Sorge, bald wieder an Wasser zu kommen dazu. Langsam verwandelte sich die Lust mit der Natur zu sein in einem Kampf gegen sie. Ich war zu erschoepft um noch ans Fotografieren denken zu koennen, nur weiter, weiter...

Erste harmlose Pfuetzen

Hobbyfahrer

Als ich nach einer kleinen Esspause gerade weiter wollte - ich traute meinen Augen kaum- kam eine Gruppe Radfahrer mit Gepaeck angefahren. Ich muesse wohl das verrueckte Maedchen sein, das alleine in die Taiga gefahren sei, wie man ihnen im Dorf erzaehlt hatte... Sie selbst waren aus Moskau und Umgebung. Von einer jungen Frau wurde ich sogleich eingeladen, mit ihnen zu essen, doch ich lehnte ab. Erstens hatte ich gerade gegessen und zweitens nahm ich an, dass ich eh viel langsamer unterwegs sein wuerde, da sie viel weniger Gepaeck hatten.

Schnell war ich wieder alleine und fuehlte mich auch alleine. Das Wasser blieb ein Problem und als ich bei einer Verzweigung nicht ganz sicher war ob links oder rechts wuchs meine Unruhe, die mich nach 5km anhalten liess. Ich war zwar ziemlich sicher richtig zu sein, wollte aber dennoch zur Sicherheit auf die Gruppe zu warten.

Nach etwa eineinhalb Stunden, es war bereits 18.00 Uhr, beschloss ich umzukehren um die Spuren der anderen zu suchen. Doch erstmals stiess ich auf ganz andere Spuren, die beim Hinweg noch nicht da gewesen waren - Baerenspuren. Nur kurz dachte ich daran anzuhalten um sie zu fotografieren, die Angst war groesser und ich schaute, schnell weiter zu kommen.


Tatsaechlich fand ich bei der Verzweigung Radspuren, welche nach rechts fuehrten. Sie bogen von nun an relativ planlos mal rechts, mal links ab und ich verlor jede Orientierung auf der Karte. Ich musste sie finden, sonst hatte ich ein echtes Problem... Wenn sie richtig gefahren waeren, haette das Dorf schon laengstens kommen sollen, doch nichts als Wald. Da, endlich, der Wald lichtete sich. Sollte die Lichtung gross genug sein, musste sie auf der Karte sichtbar sein! Doch bald begriff ich, dass es sich nicht um eine natuerliche Lichtung, sondern um ein riesiges Stueck abgebrannten Wald handelte... Es war beieits mehr als 19.00 Uhr.
Ploetzlich glaubte ich weit vorne etwas Rotes zu sehen, vielleicht ein Haus?! Hoffen, bangen, strampeln - es war kein Haus, besser, es waren die Radfahrer!
Mit allen Kraeften fuhr ich hinterher und waere fast vorbeigefahren, denn sie bogen auf eine Wiese an einem Fluss ab, um dort das Nachtlager einzurichten. Sie sahen mich zum Glueck und riefen mich.
Und das war der Anfang einer wunderschoenen, abenteuerlichen, froehliche Reise und ganz guter Freundschaften, zu denen ich Sorge tragen werde wie zu einem Schatz. Einem Schatz, den ich in der Sibirischen Taiga gefunden habe...
Erster Abend

Jeden Abend wurde Feuer gemacht, gekocht und angestossen. Die Herren hatten ueber 90 prozentigen Alkohol dabei, welcher mit Flusswasser gemischt wurde. So entstand ein anstaendiger Vodka, welcher lange hielt. Hinterher wurde mit Saft gespuelt oder in ein Stueck Zwiebel gebissen. Das Feuer brannte jeweils die ganze Nacht, so konnten auch am Morgen gleich wieder Brei (Kascha) und Tee gekocht werden.
Oft wurde gesungen und so hoerte ich manches russische Lied.

geliebtes Feuer am Abend

Borsch zum Mittagessen

Da eigentlich nicht ich, sondern die Moskauer falsch gefahren waren, brauchten wir 2 Tage laenger bis zum naechsten Dorf, die Wege waren furchtbar, die Erlebnisse - unbezahlbar.
In der Gruppe war es nun wieder ein "mit der Natur" und Baerenspuren wurden mit Bewunderung ausgiebig betrachtet und fotografiert.

Wem gehoert wohl der Fuss rechts???


Mittags und abends suchten wir uns immer einen Fluss um kochen und sich waschen zu koennen. So fuhren wir an einem Tag nach dem Fruehstueck bis 17.00 Uhr durch und ich war erstaunt, wie lange ich es ohne Essen aushielt...
Das Wasser war eiskalt und die Muecken stechfreudig, so dauerte die Waschprozedur abends nie laenger als 5 Minuten.
Links, rechts???
Burjatisches Symbol mitten im Wald

An einem breiten Flussufer packte Andrej seine Angelrute aus und begann unter dem Gespoett der Gruppe zu fischen. Seine Frau Lena klagte, dass man mit dem Geld, das er fuer Angelsachen ausgegeben habe, schon kiloweise haette Fisch kaufen koennen.
Doch promt kam er nach 20 Minuten freudestrahlend angerannt mit einem beachtlichen Fang.
Seine Frau schnitt dem armen Tier kurzerhand bei lebendigem Leibe den Kopf ab und nahm ihn mit flinken Haenden aus. Staunend schaute ich zu. Er wurde gesalzen, am Abend in Essig eingelegt und zum Fruehstueck verzerrt. Lecker!!!


Steiler, steiniger Weg (Sascha schaffte einen Salton)


Dorf am Baikal, nach langem wieder Handyempfang...


Stolzer Russe holte fuer das Foto die Muetze


Nach 5 Tagen kamen wir im ersten groesseren Ort (Elanzie) an, wo wir uns erstmals wieder mit warmem Wasser in einer russischen Bannia wuschen.
Die letzten Kilometer bis zum Baikal fuhren wir zuerst auf einer befahrenen Strasse auf der linken Strassenseite. Auf die Idee waere ich gar nicht gekommen, doch so konnten wir jederzeit an den Rand fahren wenns eng wurde. Danach bogen wir in die Steppe ab und fuhren nochmals fuer ein Stueck in die Taiga hinein.

Weite Steppe

Letztes Stueck Taiga

Spaet abends am Baikal dann die erste (und einzige) warme Dusche - welche Wohltat... Deutsche leihten uns ihre Gitarre und wo wurde noch lange gesungen, angestossen und gefeiert.
Die Zeit auf der Insel war ebenfalls super. Da es auf der ganzen Insel keine Bank gibt, mussten wir nach zwei Tagen Halbpension bei einem Buriaten auf Wald und Selbstversorgung umstellen, doch das machte uns nichts aus. Mein Geld war bald alle und so wurde mir von den Moskauern bis Irkutsk alles vorbezahlt, was mir sehr unangenehm war.

Hundegang im touristischen Ort Chuschir

Selbst ein Regentag konnte unserer Laune nichts anhaben. Wir spielten Karten und waehrend wir Frauen im Zelt Liebesgedichte zitierten, verbrachten die Herren viel Zeit damit die Saetze aus meinem Russischbuch unter dem Kapitel "flirten" auswendig zu lernen. So hoerte ich von nun an staendig: "Du hast wunderschoene Augen!" " Bist du alleine hier?" "Kommst du mit zu mir?" ; )
Ein Regentag

Bilder der Insel Olchon
Baikal von der Unterkunft aus




Strand bei der Ortschaft Chuschir
Ausflug zum gruenen See
Schlamm mit Heilkraeften
Schamanenfels
Burjatische Opferstelle



Zurueck in Irkutsk wurde am letzten Abend nochmals gefeiert, wie ich es selten erlebt habe. Eine russische Rockband spielte, wir tanzten, sangen und tranken alle viel zu viel. Doch selbst der Kater am naechsten Tag liess mich nichts bereuen.
Der Abschied fiel mir schwer, doch werde ich im September in Moskau erwartet. Ein Konzert soll auf dann organisiert werden, da Maxim in einer Band spielt.
Die Freundschaften, die ich in diesen zwei Wochen geschlossen haben sind mir wertvoller, als alles, was ich bisher auf meiner Reise erlebt habe. Die Erinnerungen an das, was ich mit diesen guten Leuten erlebt habe werde ich ein Leben lang in meinem Herzen tragen...


Die Gruppe

Lusia und Sergei (leidenschaftlicher Saenger und Gitarrenspieler)

Lena, Mutter mit Herz und SeeleLusia (ebenfalls stolze Mutter und Frau von Piotr) Maxim (leidenschaftlicher Musiker)
Andrej (stolz ueber seinen Fang)

Sascha (Sportsmen : )
Lera (aufgestellte Frau, ebenfalls Mutter)
Piotr (Film- und Kameramann)
Madvej (immer am Lachen)

Gar nicht gestellt ; )

Максим писаль:

Решил отправить тебе свой вариант перевода. :) Решил сделать в виде как бы пересказа твоей истории, с вкраплениями шуток и наших фраз, которые ты наверняка слышала в походе. :)

В детстве я боялась всего подряд. Каждый вечер волк под кроватью ждал, когда же я засну, а кошмарные сны терзали ночами напролёт. И если я возвращалась домой после заката, под каждым кустом прятался мерзкий мужик.Позже, в Швейцарии, вся глупость и необоснованность детских страхов стала очевидной и с тех пор я почти ничего не боюсь. И вот, смелая но наивная, я решила: а махану-ка в Тайгу Сибирскую, далекую и огромную. Провожать закаты в деревне на Байкале. Три дня мне предстояло не вылезать из леса. Глушь, срань – красота!Первый вечер, прошел в милой захолустной деревеньке. Река горделиво вздымала свои золотые песчаные берега. Коровы меланхолично плелись домой, овцы бродили по развалинам старого дома. Ну, думаю, надо сворачивать с большака. Последние попавшиеся навстречу жители деревни, узнав детали моего проекта, покачали головами: «Да ты чо, ну! Как же ты там одна, ага?». Мде, очень ободряюще. Ну да всё фигня, кроме пчёл, решение типа принято, и настроение отличное. У меня тоже есть свои принципы.Вот первая лужа преградила мой путь и велосипед увяз наполовину. Я даже и не подозревала, что это сущая мелочь по сравнению с тем, чему ещё предстоит случиться. От великолепия природы в её первообразном виде захватывало дух. Вскоре лес стал редеть, показался луг, весь в цветах, а на дороге заблестел ручей с прозрачной чистой ледяной водой. Ну через ручей – мостик, как водится.Дорога, тем не менее, всё больше походила на какую-то жопу. Лужи становились всё глубже, грязь – всё жирнее. В конце концов крылья забились настолько, что велосипед перестал ехать вообще. Пипец какой-то. Мне приходилось слезать прямо в лужу, толкать и тянуть что было сил, чтобы через несколько метров наткнуться на следующую преграду. Казалось, не видно конца этим мучениям, силы иссякали, и тем не менее я всё же планировала добраться до сегодня до следующей деревни. В довершение ко всем несчастьям я где-то продолбала полуторалитровую бутылку с питьевой водой. Ну, думаю, ништяк покатались. К прочим заботам добавилась ещё и жажда, терзавшая до тех пор, пока не появился очередной ручей. Желание остаться наедине с природой постепенно превращалось в непрекращающуюся борьбу с ней. Сил фотографировать не осталось нахрен, я думала только о том, что мне надо дальше, дальше по этим ухабам.После небольшого перерыва я двинулась дальше… И вдруг – опаньки! Глазам своим не верю! Передо мной возникла группа велосипедистов с рюкзаками на багажниках. Ну, думаю, им, наверное, в деревне рассказали про девочку, больную на всю голову, которая поехала одна в тайгу и они решили меня догнать. Ребята оказались из Москвы и Подмосковья. Одна из девушек немедленно пригласила меня отобедать, но я отказалась. Во-первых потому, что недавно поела, а во-вторых опасалась, что буду ехать гораздо медленнее группы и отстану, поскольку багажа на велосипедах у них было явно меньше, чем у меня.Вскоре я опять осталась одна и как-то особенно остро ощущала, что я одна. Ну, блин, началось. Вода по-прежнему оставалась проблемой. Вот проехала развилку, но через 5 километров растущее беспокойство стало меня угнетать. Шорохи какие-то слева, вспышки справа, и повороты сплошные – хрен знает, куда ехать. Говорили ж – не суйся ты в тайгу одна. Эх, блин. Но вроде бы всё путём, дорога правильная. Однако вместе ехать безопаснее, и я решила их подождать.Прошло полтора часа. Натикало 6 вечера (это час дня по-нашему). Нету никого. Пиндос. Я решила вернуться обратно, найти следы велосипедистов и ехать за ними, стала присматриваться к дороге. Вдруг мне попались свежие следы! Медведь! Мамин йожык! Их тут, вроде, не было! В голове промелькнуло: надо бы остановиться и сфотографировать. Но нафиг, нафиг. Страх оказался сильнее, и я лишь сильнее вкрутила педали.Ага, вот и развилка! На повороте мне попались следы колёс, уводящие направо. Группа хаотично поворачивала то налево, то направо и я окончательно перестала понимать по карте, где же нахожусь. Надо скорее их найти, в противном случае близится глобальный попадос! Если они едут в верном направлении, то скоро должна показаться деревня. Однако лес всё не кончался. Наконец деревья стали редеть. Если это поле, то я смогу сориентироваться по карте! Но вскоре стало ясно, что это не поле, а лишь большой участок выжженного леса. Мать-мать-мать. На часах около семи вечера.Вдруг вдали мне показалось что-то красное. Может, это дом?! Надежда и страх придали мне сил, я нажала на педали – нет, это не дом! Это лучше! Это велосипедисты! Копать-молотить!Со всех сил я погналась за ними и чуть не пролетела мимо — так гнала. Группа уже отъехала с дороги и располагалась на ночлег на лужайке возле реки. К счастью, они тоже меня заметили и пригласили к себе. Эта встреча стала началом нашего совместного весёлого путешествия, полного радостей и приключений, и крепкой дружбы, которую я буду беречь, как сокровище. Сокровище, которое я нашла в Сибирской тайге…Каждый вечер по распорядку дня полагался костёр, ужин и выпивон. У парней с собой был 90-градусный алкоголь (спирт, йопта), который они смешивали с речной водой. При верных пропорциях получалась типа водка, строго выдержанная в соответствии с общеизвестным старинным рецептом. На закуску - сочок, чесночок или лука кусочок. Большой костёр горел всю ночь, а утром на его углях готовили кашу (Kascha, йопта) и чай. Ребята часто пели и мне довелось послушать много русских песен.В отличие от меня, эти упыри свернули не в ту сторону. И нам понадобилось на два дня больше, чтобы выехать к ближайшей деревне. Дорога была полный пипец, но оставила совершенно бесценные воспоминания. Я была в составе группы и «наедине с природой», и теперь медвежьи следы воспринимались иначе, мы фотографировали их с восторгом.В обед и вечером мы останавливались возле реки, чтобы приготовить еду и помыться. Как-то раз мы не стали обедать и проехали от завтрака до 5 вечера. Афигеть! Я была удивлена, насколько же сильно соскучилась по еде! А вода в ручьях холодная до судорог, поэтому процедура помывки редко длилась более 5 минут.На одной из рек Андрей расчехлил свой спинниг и принялся ловить рыбу, невзирая на насмешки группы. Его жена, Лена, бухтела, что на те деньги, которые он тратит на рыболовные снасти, можно купить килограммы рыбы, мля! Но вскоре, буквально минут через 20, сияющий от счастья Андрей примчался с уловом в руках. Его жена привычным движением отчикала бедной рыбе голову, ловко выпотрошила и почистила. Я замерла от ужаса и наблюдала. Рыбу засолили, вечером залили уксусом и оставили к завтраку. М-м, лакомство!Где-то на пятый день путешествия мы прибыли в большой посёлок Еланцы, где удалось помыться в тёплой русской бане. Последние километры до Байкала мы ехали по левой обочине трассы. Мне бы эта идея не пришла в голову, но таким образом мы могли заранее реагировать на машины, которые ехали нам навстречу. Тем не менее, обочина была очень узкая, и вскоре мы выбрали другую дорогу, авантюристы блин, и опять свернули в тайгу.Поздним вечером на Байкале нам впервые (и единственный раз за весь поход) удалось принять горячий душ. Гостеприимные соседи-немцы одолжили нам свою гитару и мы долго пели, выпивали и праздновали. Время на острове мы провели отлично. Поскольку там не было ни одного банка, мы были вынуждены покинуть частную бурятскую гостиницу и отправиться жить в лес на полное самообеспечение, но нас это нисколько не смутило (хоть и не обрадовало, мде). Моя наличность вскоре тоже закончилась, и москвичи везде платили за меня, что несколько беспокоило (раздражало?).Даже самый дождливый день не мог испортить наших прекрасных настроений. Пока мы с другими фрау играли в карты и читали наизусть любимые стихотворения, парни проводили время, заучивая фразы из моего немецко-русского разговорника, раздел «Флирт и отношения». Эти фразы я помню, как сейчас: «У тебя красивые глаза!», «Ты здесь одна?», «Пойдёшь со мной ко мне?»На обратном пути мы провели последний вечер в Иркутске. Мы оттопыривались на редкость грамотно. В моей жизни было немного таких вечеров. Играла живая русская рок-группа, мы танцевали, пели и пили, пили, пили всё подряд, пиндос сколько мы пили, это ж ну просто неприлично так бухать. Но даже похмелье, наступившее на следующий день, не вызвало у меня никакого сожаления.Расставание получилось очень тягостным и грустным. Но в сентябре я планирую приехать в Москву. Максим играет в музыкальном коллективе, и он планирует организовать концерт в честь нашей новой встречи.Дружба, которая возникла между нами за эти две недели, очень ценна для меня. Наверное даже ценнее всего, что было в этом путешествии. Память о том, что мы пережили вместе с этими прекрасными людьми я буду ещё долго хранить в своём сердце…